Das Baruther Urstromtal
Erdgeschichtlich gesehen ist das Baruther Urstromtal deutlich jünger als der Fläming. Seine Entstehung verdankt es der Weichseleiszeit. Während dieser Kaltzeit fanden die gleichen Prozesse, die während der Saaleeiszeit im Fläming abliefen, nun nördlich des Flämings statt. Das Schmelzwasser des Weichselgletschers, der bis in die Gegend südlich von Potsdam vorstieß, strömte bis an den Fuß der Altmoränen des Flämings und sammelte sich in einem Abflusstal, das nach der Stadt Baruth Baruther Urstromtal genannt wird.
Das Baruther Urstromtal umfasst innerhalb des Wirkungsbereiches des LPV den Bereich der Belziger Landschaftswiesen bis zu den weitläufigen Grünlandbereichen bei Deutsch-Bork-Schlalach. Die Niederung des Baruther Urstromtal mit den Belziger Landschaftswiesen hebt sich in jeder Hinsicht deutlich vom Höhenzug des Flämings ab. Die Landschaftswiesen als melioriertes Niedermoor sind weitgehend eben, haben einen hohen Grundwasserstand, werden von zahlreichen Gräben und Flämingbächen durchzogen und werden fast ausschließlich landwirtschaftlich, als Grünland und Acker genutzt.
Der Hohe Fläming und der Bereich der Belziger Landschaftswiesen sind seit Dezember 1997 als Naturpark Hoher Fläming Bestandteil des Großschutzgebietssystems Brandenburgs. Die Vorrangig als Grünland genutzten Niederungen bei Deutsch Bork/ Schlalach liegen im Naturpark Nuthe- Nieplitz-Niederung.




