Der Fläming
Der Fläming unterteilt sich in den nur sanft gewellten Niederen Fläming, der ungefähr östlich von Niemegk und Treuenbrietzen beginnt, und den Hohen Fläming mit häufig über 100 Meter aufragenden Kuppen, der den westlichen Teil der Erhebung umfasst. Von den Niederungen der Belziger Landschaftswiesen steigt das Gelände mit einer deutlichen Hangkante 40 Meter hoch empor. Die Nord- und Südhänge fallen steil ab, während nach Westen hin das Gelände sanfter abfällt.
Der Fläming gehört zu den an Oberflächenwasser ärmsten Gebieten Deutschlands. Dieser Mangel ist auf seine besondere Geländeform und sein hohes Alter zurückzuführen. Die während der vorletzten Kaltzeit im Hohen Fläming entstandenen Seen sind mittlerweile verlandet. Die Gletscher der jüngsten Kaltzeit haben den Fläming jedoch nicht mehr erreicht, sodass ihr Schmelzwasser keine neuen Seen hinterlassen konnte. Auch Fließgewässer fehlen in weiten Teilen des Hohen Flämings. Das Niederschlagswasser versickert auf den sandigen Abhängen des Höhenrückens rasch. Auf dieser unterirdischen Abflussbahn fließt das Wasser weiter und tritt erst an tiefer liegenden Hangkanten wieder als Quelle zutage, meist in 80 bis 100 Meter Höhe. So bleibt der Hohe Fläming in seinen zentralen, höher gelegenen Bereichen nahezu ohne natürliche Fließgewässer. Erst bei Görzke, Belzig, Raben und Niemegk tritt das Wasser z. B. als Buckau, Belziger Bach, Plane oder Adda zutage.
Die Höhen des Flämings werden wesentlich von Wald- und Ackerland geprägt. In den Wäldern dominieren heute die Kiefernforste, es finden sich aber auch noch Reste naturnaher Waldbestände. Wiesen und Weiden gibt es auf dem Höhenzug des Flämings dagegen wenig. Sie sind auf Senken und die Talmulden der am Rande des Flämings entspringenden Flämingbäche begrenzt.

